Zukunftswald
Im Jahr 2025 beginnt an diesem Ort ein besonderes Projekt: Wald- und Holzbotschafter pflanzen Bäume für einen klimastarken und resilienten Zukunftswald. Vier engagierte Menschen setzen mit jeweils einem Baum den ersten Impuls – als Symbol für Verantwortung, Hoffnung und den Aufbruch in eine nachhaltige Wald- und Holzwirtschaft. Die hier gepflanzten Baumarten wurden bewusst ausgewählt:
Sie sind besonders widerstandsfähig gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels – Hitze, Trockenheit und neue Schädlinge. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden, vielfältigen und zukunftsfähigen Wald. In den kommenden Jahren werden weitere Wald- und Holzbotschafter diesem Beispiel folgen – Baum für Baum entsteht so ein lebendiges Zeichen für die Wälder von morgen. Ein Wald für die Zukunft.
Lage unseres Zukunftswaldes
Der Zukunftswald befindest sich direkt am Fuße des Turms am Hohen Horn, des Offenburger Hausbergs.
2026
Marion Gentges MdL
Weißtanne (lat. Abies alba)
Kind des Südwestens
Die Weißtanne gilt als wichtiger Baum für klimastabile Wälder. Dank ihres tiefreichenden Wurzelsystems kommt sie vergleichsweise gut mit Trockenperioden zurecht und erreicht auch Wasserreserven in tieferen Bodenschichten. Als heimische, schattentolerante Baumart eignet sie sich besonders für strukturreiche Mischwälder und kann dazu beitragen, Wälder widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.
Danny Martin
Weymouthskiefer (lat. Pinus strobus)
Vielseitig und widerstandsfähig
Die Weymouthskiefer stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist für ihr schnelles Wachstum und ihre gute Anpassungsfähigkeit bekannt. Sie kommt mit unterschiedlichen Standortbedingungen zurecht und kann auch auf ärmeren Böden gute Wuchsleistungen erzielen. Durch ihre Robustheit und ihre vergleichsweise hohe Anpassungsfähigkeit kann sie eine interessante Baumart für vielfältige und stabile Wälder im Klimawandel sein.
Jule Rombey
Bergulme (lat. Ulmus glabra Huds.)
Alte Baumart, starke Wurzeln
Die Bergulme ist eine heimische Baumart, die vor allem in kühleren und feuchteren Lagen vorkommt. Sie wächst bevorzugt auf nährstoffreichen Böden und kann sich gut an unterschiedliche Standortbedingungen anpassen. Mit ihrem kräftigen Wuchs und ihrer Eignung für strukturreiche Mischwälder ist sie ein wertvoller Bestandteil naturnaher Wälder.
Benedikt Spether
Atlas-Zeder (lat. Cedrus atlantica)
Kraft aus dem Gebirge
Die Atlas-Zeder stammt aus den Gebirgsregionen Nordafrikas und ist an trockene Sommer, starke Sonneneinstrahlung und karge Standorte angepasst. Mit ihrem tief reichenden Wurzelsystem und ihrer hohen Trockenheitstoleranz gilt sie als interessante Baumart für wärmere und trockenere Bedingungen. Ihr markanter Wuchs und ihre Widerstandskraft machen sie zu einer auffälligen Ergänzung in vielfältigen Mischwäldern.
Reinhold Pix MdL
Speierling (lat. Sorbus domestica)
Seltenes Erbe unserer Wälder
Der Speierling gehört zu den seltensten heimischen Baumarten. Schon seit Jahrhunderten wird sein hartes Holz geschätzt, und seine Früchte wurden traditionell zur Verfeinerung von Säften und Getränken genutzt. Als wärmeliebende und trockenheitsverträgliche Baumart kommt er mit sonnigen Standorten gut zurecht und kann in vielfältigen Mischwäldern eine wertvolle Rolle spielen.
2025
Peter Hauk MdL
Echte Mehlbeere (lat. Sorbus aria s. str.)
Baum des Jahres 2024
25 Jahre nach dem Sturm „Lothar“ steht die Echte Mehlbeere symbolisch für neue Stärke und Vielfalt im Wald. Sie ist anspruchslos, trockenheitsresistent und bietet Nahrung für viele Insekten und Vögel. Als Pionierbaumart trägt sie dazu bei, kahle Flächen wiederzubeleben – ein stiller Helfer beim Aufbau eines klimaresilienten Zukunftswaldes.
Dennis Kohlruss
Traubeneiche (lat. Quercus petraea)
Symbol für Stärke und Beständigkeit
Mit tiefen Wurzeln und festem Stand ist die Traubeneiche ein Sinnbild für Kraft – und damit genau der richtige Baum für den stärksten Mann Deutschlands, der hier ihr Pate ist. Sie trotzt Wind und Wetter, wird sehr alt und bietet Lebensraum für Hunderte von Tier- und Pflanzenarten. In Zeiten des Wandels steht sie für Stabilität und biologische Vielfalt im Wald der Zukunft
Thorsten Erny
Esskastanie (lat. Castanea sativa)
Ein Baum mit Geschichte und Zukunft
Es war das Verdienst der Römer, im besetzten Germanien den Anbau, die Veredelung und Nutzung der Esskastanie zu etablieren – gemeinsam mit dem Weinbau. Sie schätzten die nahrhaften Früchte ebenso wie das widerstandsfähige Holz für Rebpfähle und Fässer. So verbindet die Esskastanie und den Wein an den Hängen des Oberrheins eine zweitausendjährige gemeinsame Geschichte. Die Esskastanie liebt Wärme, ist hitzetolerant und gedeiht gut auf trockenen Böden – ideale Eigenschaften für den Wald der Zukunft. Mit ihr wächst hier nicht nur ein Stück Natur, sondern auch ein Stück europäisches Kulturerbe weiter.
Kurt Weber
Roteiche (lat. Quercus rubra)
Baum des Jahres 2025
Ursprünglich aus Nordamerika stammend, hat sich die Roteiche auch in unseren Wäldern gut etabliert. Sie wächst schnell, ist trockenheitstolerant und anspruchslos – Eigenschaften, die sie zu einem Hoffnungsträger im Wald der Zukunft machen. Mit ihrer leuchtend roten Herbstfärbung ist sie nicht nur ein ökologisch wertvoller Baum, sondern bringt auch den „Indian Summer“ nach Deutschland.